Nach 7 Jahren Dienst in dsr Erlösergemeinde wurde am 27.09.2025 verabschiedet.
Wir danken Gotthard Lemke für seinen Dienst. Er wird uns allen sehr fehlen.
Bischof Bareis reiste zur Verabschiedung von Pfr.Lemke nach Baku und nahm die Entpflichtung vor und segnete Pfr.Lemke für seinen neuen Lebensabschnitt.
Neben den Gemelndegliedern würdigten auch der deutsche Botschafter , Herr Horlemann, und Vertreter der staatlichen Religionsbehörde den Dienst von Gotthard Lemke.
Mitglieder unsres Männerklubs der Versöhnungskirche in Tbilisi hat auch daran teilgenommen und einen hervorragenden 3. Platz belegt. Wir sind stolz auf unseren Männerclub!
2019 wurde das Evangelische Murkenbach Gemeindezentrum in Böblingen abgerissen. Übrig blieb die große, 750 kg schwere Kirchenglocke, die 1985 gegossen wurde.
Als der damalige Bischof der Evang Luth. Kirche Georgiens (ELKG), Bischof Markus Schoch, der früher einmal Pfarrer in der Nachbarstadt Sindelfingen war, davon erfuhr hat er angeregt, diese Glocke für die Kirche in Bolnisi bereit zu stellen. Bolnisi, früher: Katharinenfeld, war so etwas wie die ehemalige Hauptstadt der deutschen Siedler in Georgien. Die Lutherische Kirche steht noch mitten im alten Ortskern und wurde bis Ende 2024 als Sporthalle genutzt. Nach einer möglichen Rückgabe, sollte der Kirchturm, der vor der „Umwidmung“ der Kirche abgerissen worden war, wieder aufgebaut werden. Da hätte die Glocke dann einen neuen Platz gefunden.
Inzwischen ist die Sportschule ausgezogen, aber es hat sich in Sachen Renovierung der Kirche noch nichts getan. Überhaupt ist es fraglich, ob und wann dort etwas geschieht. So hat Bischof Bareis beschlossen die Glocke für die Gemeinde in Rustavi nach Georgien zu holen. Das war höchste Zeit, denn nachdem die Glocke samt Glockenstuhl für mehr als 3 Jahre im Freizeit - Waldheim Tannenberg abgestellt war, war man in Böblingen kurz davor die Glocke ins Glockenmuseum nach Herrenberg zu geben.
Mit Hilfe des Glockensachverständigen (und Landeskirchenmusikdirektors) der Evang. Landeskirche Württemberg M. Hanke, wurde die Glocke fachgerecht – im kompletten Glockenstuhl – gesichert und verpackt, damit sie unterwegs keinen Schaden nimmt.
Und mit fast 2 t Gewicht machte sich die schwere und kostbare Fracht dann auf den Weg. Zunächst nach Darmsheim, wo sie verpackt wurde und dann per Spedition auf dem Landweg nach Tiflis und Rustavi. Die läutende Glocke auf dem Anhänger auf dem Weg durch Böblingen und Sindelfingen hat einiges an Aufmerksamkeit erregt.
Nach 13 Tagen Fahrt kam der LKW gut in Tiflis an. Die Verzollung lief problemlos. Mehr Sorgen hat uns der Transport vom Zoll – Lager nach Rustavi gemacht. Aber auch das ging dann erfreulich unkompliziert.
Jetzt steht sie erst einmal vor der Kirche in Rustavi. Wir hoffen, dass bald die Formalitäten für den Bau eines kleinen Glockenturmes abgeschlossen sind und wir mit dem Bau beginnen können. Unser Ziel ist es, dass die Glocke das Osterfest einläuten wird. Wir werden weiter berichten.
Am Samstag den 26. April fand in der Versöhnungskirche in Tbilissi die 5. Tagung der VII. Synode der ELKG statt, an der 19 Synodale und acht Gäste aus den Baku, Bolnisi, Borjomi, Rustawi und Tbilissi teilnahmen. Leider konnten die Synodalen aus Gardabani aus gutem Grund nicht kommen. Nach Formalitäten erstattete Bischof Rolf Bareis einen Bericht, in dem er über die wichtigen kirchlichen Ereignisse des Berichtsjahres sprach und auch Pläne zur Umstrukturierung des Diakonischen Dienstes vorstellte, die alle seine Tätigkeitsbereiche betreffen: die Suppenküche, die Lebensmittelpakete und das medizinische Personal. Der Bischof wies darauf hin, dass es wichtig sei, sich auf jene Bereiche zu konzentrieren, die vom Staat nur schwach oder gar nicht unterstützt würden, beispielsweise Beschäftigungstherapie für Menschen mit psychischen Traumata oder Musiktherapie für Kinder mit Behinderung. Die Renovierung und Sanierung der Gebäude wird nicht nur an der Versöhnungskirche fortgesetzt, sondern auch in Duscheti, wo Seminare und Sommerlager für Jugendliche geplant sind, sowie in Kwareli – einem vielversprechenden Ort für den Empfang der Touristengruppen. In diesem Jahr ist in Armenien der eigene Diakonische Dienst registriert worden. Der Bericht des Bischofs löste eine lebhafte Diskussion aus.
Die Schatzmeisterin der ELKG Natalja Kaiser legte gemeinsam mit der Buchhalterin der Kirche Tima Areschewa einen Bericht über die Ergebnisse des Kirchen- und Gemeindebudgets für 2024 vor und verwies dabei auf die Überschreitung einiger Haushaltsposten sowie auf den großen Erfolg der Gemeinde Tbilissi bei der Selbstfinanzierung durch Konzerte und die Vermietung des Kirchensaals. Anschließend wurde der Bericht über die Ergebnisse des Haushalts 2024 des Evangelisch-Lutherischen Dienstes in Georgien (ELDG) von der Leiterin des Sozialdienstes der ELDG, Maja Gozadse, und der Leiterin der Häuslichen Pflege, Madonna Urkewitsch, vorgestellt.
Zu einem heftigen Meinungsaustausch kam es nach der Rede des Bischofs Rolf Bareis zur Frage der Revision der monatlichen Lebensmittelpakete im Zusammenhang mit der Kürzung der Finanzierung aus Deutschland. Seit 25 Jahren werden in Deutschland Spenden für Hilfsbedürftige gesammelt, doch seitdem haben sich wirtschaftliche Bedingungen sowohl in Georgien als auch in Deutschland selbst verändert. Hilfe sollte den Menschen zugutekommen, die Hilfe benötigen. In Wirklichkeit übersteigt ihre Anzahl nicht 5-10% aller Paketempfänger, für die übrigen ist es einfach praktisch geworden: sie erhalten jeden Monat ein Geschenk von der Kirche und können so beim Lebensmitteleinkauf sparen. Die Gemeinderatsvorsitzenden machen keinen Hehl daraus, dass Lebensmittelpakete Menschen anlocken und in der Gemeinde halten. Natürlich, so Bischof Bareis, sei die Kirche immer eine diakonische Kirche gewesen und müsse es auch bleiben, also ein Ort, wo man seinen Nächsten mit Rat und Tat zur Seite stehe. Doch die Kirche darf sich weder täuschen noch instrumentalisieren lassen. Außerdem müssen wir unseren Spendern gegenüber Rechenschaft darüber ablegen, ob die Spenden tatsächlich zweckgebunden eingesetzt werden. Nach langen Debatten kamen Synodale zu dem Schluss, dass es notwendig sei, einen Ausschuss einzurichten, der „den Grad der Bedürftigkeit“ der Empfänger der Pakete prüft. Am besten wäre es jedoch, wenn sich jeder Mensch, statt ständig um etwas zu bitten oder sogar zu fordern, die Frage stellen würde: „Was kann ich für die Kirche tun? Wie kann ich meiner Kirche für all das Gute danken, was sie für mich getan hat?“
Bischof Bareis bedankte sich herzlich bei der Revisionskommission für ihre langjährige fruchtbare ehrenamtliche Arbeit und forderte sie auf, darüber nachzudenken, ihre Erfahrungen im Laufe der Zeit an andere weiterzugeben und würdigen Nachwuchs heranzubilden.
Einen Bericht über die Sachlage bei der Durchführung der Sommerlager 2025 legte der Vorsitzende des Ausschusses für die Sommerlager, Anton Tschachlou, vor.
Ein besonders bewegender Moment der Synode war die Verabschiedung vom Pastor Gotthard Lehmke, der sieben Jahre lang treu in der Erlösergemeinde in Baku tätig war und seinen Dienst im Sommer beenden möchte. Im Namen der Kirche dankte ihm Bischof Bareis und überreichte ihm ein Gedenkgeschenk.
Abschließend dankte Bischof Bareis allen Synodalen und Gästen der Synode für die fruchtbare gemeinsame Arbeit und wünschte ihnen reichlich Gottes Segen in Ihrer Arbeit zum Wohle der Kirche.
Ostern ist für alle Christen ein besonderer und bedeutsamer Tag. In unserer Kirche wird dieser Tag stets feierlich begangen. Und dieses Mal feierten die Gemeinden traditionell die Auferstehung Jesu Christi. In allen Gemeinden wurden Gottesdienste abgehalten, bei denen Gemeindeglieder und Gäste gemeinsam in Hymnen und Gebeten den Herrn priesen. Wie üblich wurden die Gemeinden in Tbilissi und Rustawi von Vertretern der Staatlichen Agentur für Religionsangelegenheiten besucht und beglückwünscht.
Auch die Kinder der Gemeinden bereiteten abwechslungsreiche Programme vor, die die Erwachsenen begeisterten. In der Sonntagsschule Tbilissi führten an diesem Tag die Teilnehmerinnen des Teenagerclubs Sofia Oganesjan und Lisa Saakjan ein wunderbares Programm durch: die Kinder machten die Eiersuche im Hof, danach teilten sie sich in Teams auf und nahmen am unterhaltsamen Quiz teil. Es ist erwähnenswert, dass die Mädchen die Leadersaufgaben bei der Planung und Durchführung der Kinderfreizeit ausgezeichnet geschafft haben. Vielen Dank, Lisa und Sofia, für die Initiative und die Freude, die ihr den Kindern bereitet habt!
Kinder der Sonntagsschule der Friedenskirche in Rustawi bereiteten unter der Leitung der Pädagogen Anna Abschilawa und Sascha Schubin ein wunderbares Osterprogramm vor und erfreuten die Gemeindeglieder mit einer wunderschönen Kostümszene, Gedichten und Liedern sowie virtuosem Flötenspiel. Zum ersten Mal versuchte sich eine Vertreterin der Teenagergruppe, Lisa Nergadse, an der Veranstaltung und las eine kurze Predigt über die Geschichte des Osterfestes.
Am Osterabend hielt Bischof Rolf Bareis in der Versöhnungskirche in Tbilissi erstmals einen ungewöhnlichen ökumenischen Gottesdienst Agape ab, an dem Vertreter der Evangelisch-Baptistischen Kirche und der Römisch-Katholischen Kirche sowie Gemeindeglieder aus Tbilissi und Rustawi und weitere Gäste teilnahmen. Im Kirchensaal wurden Tische gedeckt und nach dem Gebet und Liedern begann das Agape-Mahl, wie es Jesus mit seinen Jüngern am Vorabend des Osterfestes getan hatte. Für uns Menschen ist es absolut unmöglich, die enorme, ewige, allumfassende, bedingungslose Liebe Gottes, des Schöpfers, zu begreifen. Jesus ist seinen Weg auf Erden gegangen, um uns ein Beispiel dieser großen Liebe zu geben! Lasst uns in Liebe und Frieden miteinander leben und allen Menschen das Licht der Liebe Gottes bringen!
Am Samstag, 7. Oktober, fand in Asureti in der ehemaligen deutschen lutherischen Kirche ein Kinderchorfestival statt, in dem unsere Kinderchöre aus Rustawi, Bolnisi, Borjomi, sowie auch ein Kinderchor aus Asureti, teilgenommen haben. Wir danken allen Teilnehmenden am Festival, der Deutschen Botschaft für die Vermittlung des Kontaktes zur Regional-Verwaltung, die uns dieses Festival ermöglicht hat und der Regionalverwaltung, die uns mit Rat und Tat unterstütz hat. Ein schöner Auftakt zu hoffentlich noch vielen Konzert- und Kulturveranstaltungen…


Den vollständigen Text und die unterzeichnenden Religionsgemeinschaften finden Sie auf der Seite des „public defender“ in georgischer und in englischer Sprache.
Am 24. September 2020 hat der „Public Defender (Ombudsman) of Georgia“, Nino Lomjaria, gemeinsam mit dem Rat der Religionen die neuen Empfehlungen an die Regierung und das Parlament im Zusammenhang mit der Religionsfreiheit und den religiösen Minderheiten in Georgien vorgestellt. Diese Empfehlungen können Sie hier in Georgischer und in Englischer Sprache lesen.
Das "Tolerance and Diversity Institute" (TDI), eine georgische Nicht-Regierungs-Organisation, hat im Mai 2020 einen Bericht über den aktuellen Stand der Glaubens- und Relgionsfreiheit in Georgien veröffentlicht. Sie können diesen Bericht als pdf-Dokument hier in Englischer und in Georgischer Sprache finden.
Am 30. Juli 2020 wurde ein Dokument über die Restitutionspolitik in Georgien veröffentlicht. Es enthält auch wichtige Informationen über unsere Evangelisch-Lutherische Kirche in Georgien und kann hier als pdf-Dokument in Englischer und in Georgischer Sprache gefunden werden.

In der Zeit der Corona-Pandemie konnten wir aufgrund der Beschränkungen über einige Wochen und Monate keine Gottesdienste in unseren Gemeinden feiern. Wir haben in dieser Zeit Video-Andachten aufgenommen, die Sie hier sehen können.
Von der derzeitigen Krise sind besonders auch Familien und Kinder betroffen. Unicef Georgia hat daher einen speziellen Ratgeber für den Umgang mit dieser Situation herausgegeben, den Sie hier als pdf-Dokument ansehen können (in Englischer und in Georgischer Sprache).